Zimt
Aus Kaktus und Kuebel
Auch in den besten Familien kommt es vor, dass ein Kaktus durch diverse braune oder grauen Stellen anzeigt, dass er gerade verfaulen möchte. Darüber hinaus wollen Sie eventuell Kindel abtrennen oder Stecklinge schneiden, in beiden Fällen sollten Sie im Gewürzregal Ihrer Küche den Zimtstreuer zweckentfremden und die Wundstellen kräftig einpudern. Sie werden beeindruckt sein, wie schnell die Wunden wieder verheilen.
Man kann den Zimt auf zwei Arten verwenden:
1. Pulver Das Zimtpulver wird direkt auf eine offene Wunde oder auf die Epidermis der Pflanze gestreut. Anschließend sollte die Stelle bis zu 48 Stunden mit dem Pulver belegt sein.
2. Lösung Vermischt man 100gr. Zimtpulver mit 0,1l Azeton (in jeder Apotheke erhältlich) und gibt anschließend 0,9. Wasser hinzu, erhält man sehr schnell die fertige Lösung. gut durchschütteln. Mit einer Sprühflasche kann man die so entstandene Brühe auf der Pflanze aufsprühen. Die Wirkung dieser Lösung ist erstaunlich. Man vermutet pflanzliche Abwehrkörper gegen Pilze und Bakterien.
(Quelle: www.cactuspro.com = au Cactus Francophone)
Beide Verwendungsarten habe ich schon mit größtem Erfolg ausprobiert. Die Wirkung ist mehr als verblüffend.
Zimt ist ein Produkt der Pflanze Cinnamomum verum. (Familie Lauraceae, Lorbeergewächse). Das ätherische Öl der Zimtrinde (max 4%) wird von den beiden Phenylpropanen Zimtaldehyd (3-Phenyl-acrolein, 65 bis 75%) und Eugenol (4-Allyl-2-methoxyphenol, 5 bis 10%) dominiert. Andere Phenylpropane (Safrol, Zimtsäureester), Mono- und Sesquiterpene treten in Spuren auf, beinflussen das Aroma aber merklich. Auch die Spurenkomponente 2-Heptanon (Methyl-n-amyl-keton) beinflusst den olfaktorischen Wert des Zimtöles. Der Schleimgehalt in Zimtrinde ist mit nur 3% ziemlich niedrig.
Zimt stammt von der Insel Sri Lanka, südöstlich von Indien. es kommt aber auch im Südwesten Indiens und in der Tenasserim Hills in Burma wild vor.
(Quelle: www.chemikalienlexikon.de)