Kalkliebende Pflanzen
Aus Kaktus und Kuebel
Kalk- bzw. Gipsliebende Pflanzen (nicht nur für Kakteen)
Diese Pflanzengruppe ist zumindest bei den Kakteen relativ selten, jedoch bei Kübelpflanzen kommt dies schon öfters mal vor (Oleander, Rosmarin als bekannteste Vertreter).
In einer uralten Zeitung (leider habe ich mir nicht notiert in welcher) habe ich von einem Pflanzenfreund vernommen, dass dieser bei solchen Pflanzen einfach Marmorsteine mit in das Substrat mischt. Ich dachte mir, was damals funktionierte, müsste auch heute noch funktionieren. Gesagt getan. So habe ich meinen Astrophyten (myriostigma) und auch den Turbinicarpen (nicht alle Arten), sowie meinen Oleander und Rosmarinkübeln, Marmorsteine mit in die Erde gelegt. Beim späteren Umtopfen, als ich fast schon nicht mehr daran dachte, habe ich festgestellt, das die Pflanzen tatsächlich mit ihren Wurzeln am Marmor geknabbert hatten. Die Steine waren deutlich kleiner geworden. Die Pflanzen sahen ganz prima aus.
In einem anderen Bericht in der KuAS (Heft 7, 1992) wurde von dem Marmor-Fensterbank-Effekt gesprochen. So haben Pflanzenfreunde festgestellt, das dort (natürlich ohne Untersetzer) stehende Pflanzen die Wurzeln durch die Topflöcher schicken, anschließend über einen chemischen Prozess die Calciumteile aus den Fensterbanken herauslösen, oftmals zum Leidwesen der Wohnungseignern, da der Glanz solcher Fensterbänke natürlich leidet.
Beide Erfahrungen zusammen ergeben – zumindest für mich - das Ergebnis, dass ich Marmorsteine als Düngebonbons dem entsprechenden Pflanzenkreis im Wurzelbereich beigebe. Zusätzliche Düngungen mit Gipswasser oder ähnlichen Produkten werden dadurch überflüssig (verkleben eh nur das Substrat), die Pflanze nimmt sich nur das, was sie braucht.