Glossar

Aus Kaktus und Kuebel

Wechseln zu: Navigation, Suche

Inhaltsverzeichnis

A

B

C

Caudex:
Wurzelverdickung halb oder ganz unterirdisch, rüben- bis diskusförmig; oberirdische Triebe einjährig, dünn und oft windend. beispielsweise in den Pflanzenfamilien Asclepiadaceae, Basellaceae, Bombaceae, Convolvulaceae, Cucurbitaceae, Dioscoreaceae, Euphorbiaceae, Fabaceae, Gesneriaceae. Hyacinthaceae, Piperaceae.
Chlorose:
Mangel an Blattgrün (Chlorophyllbildung) , „Gelbsucht“ z.B. durch Eisenmangel
Chlorophyll:
Grüner Pflanzenfarbstoff dessen Aufgabe der Einbau des Kohlenstoffs aus dem Kohlendioxid der Luft in den Pflanzenkörper mit Hilfe des Sonnenlichts ist
Cristat(e):
= forma cristata, Bandartig verbreiterter Vegetationspunkt (Verbänderung oder Kammform)

D

declinat:
beugt sich, weicht aus

E

Endemisch:
einheimisch; nur in einer bestimmten geographischen Region auf natürlicher Weise vorkommend.
Endokarp:
innerste Fruchthaut oder -wand
Endosperm
(siehe Nährgewebe): Nährgewebe in Samenanlagen und Samen, bildet sich nach der Befruchtung im Embryosack; Endosperm wird vom heranwachsenden Embryo ganz oder zum Teil verbraucht
Epidermis:
Bei Pflanzen die oberen Zellschichten der Blätter

F

G

Gene:
Erbfaktoren
generative Vermehrung:
natürliche Vermehrung über Samenerzeugung und Aussaat, geschlechtliche Vermehrung
Glochiden:
kleine Stacheln mit Widerhaken (beispielsweise an Opuntien)

H-K

Herbarium:
Sammlung getrockneter Pflanzen(teile) z. B. Blätter, Samen und Blüten
Hilum:
(oder deutsch "Nabel") Die mehr oder weniger sichtbare Ansatzstelle, an der der Samen zur Versorgung mit Nährstoffen mit dem Fruchtknoten verbunden war.
Kutikula:
(Cuticula = lat. Häutchen) Oft etwas gefaltete Schutzschicht, die bei Pflanzen den Außenwänden der Epidermiszellen aufliegt und das pflanzliche Gewebe vor Wasserverlust schützt und die mechanische Festigkeit der Epidermis erhöht. In die Kutikula ist zur Abdichtung oft Wachs eingelagert oder ihr aufgelagert.

L

M

Meristem
(Bildungsgewebe)Gewebetyp der Pflanzen, der aus undifferenzierten (im Gegensatz zu ausdifferenzierten Zelltypen, theoretisch unbegrenzt teilungsfähig), embryonalen Zellen besteht. Primäre Meristeme (Sprossapikalmeristeme) findet man im oberirdischen Teil der PflanPalisadenparenchym(oder Palisadengewebe): pflanzliches Gewebe bestehend aus lang gestreckten, zylindrischen Zellen, das man in den Blättern unterhalb der oberen Epidermis findet. Yucca-Blätter, die häufig dem Sonnenlicht ausgesetzt sind haben so genannte Sonnenblätter d. h. ein mehrschichtiges Palisadenparenchym zen am äußersten Ende der Sprossspitzen aber auch Wurzeln besitzen an ihren äußersten Spitzen Meristeme (Wurzelmeristeme).
Mutation:
vererbbare, sprunghafte Veränderung einer Erbanlage
Mykosen:
Pilzerkrankungen, (mykotisch = pilzlich)

N

Nährgewebe:
Gewebe, in denen Reservestoffe gespeichert sind, z. B. dienen sie bei Samen der Ernährung des Keimlings

O

Ovarium:
lat. für Eierstock. Fruchtknoten (dicker, hohler unterster Teil des Stempels) mit Samenanlagen und den Eizellen.

P

Palisadenparenchym
oder Palisadengewebe : pflanzliches Gewebe bestehend aus lang gestreckten, zylindrischen Zellen, das man in den Blättern unterhalb der oberen Epidermis findet. Yucca-Blätter, die häufig dem Sonnenlicht ausgesetzt sind haben so genannte Sonnenblätter d. h. ein mehrschichtiges Palisadenparenchym
Phyllotaxis:
Die Lehre von der Blattstellung von Pflanzen
Pulpa:
Mehr oder weniger schwammiges, saftreiches Gewebe in der Frucht, in das die Samen eingebettet sind

Q

R

resistent:
widerstandsfähig (gegen Krankheiten, Frost, Sonnenlicht etc.)

S

Schwammparenchym
oder Schwammgewebe): pflanzliches Gewebe, das an die untere Epidermis grenzt und in den Blättern der Pflanzen im Blattinneren vorkommt. Es besteht aus meist unregelmäßig geformten, oft sternförmigen Zellen.
Substrat:
allgemein: Grundlage, Nährboden
Synonym:
"gleichnamig", z.B. ein anderer (mehr oder weniger anerkannter) Art- oder Gattungsname für eine Art oder Gattung, die bereits einen gültigen Namen besitzt
Systematik:
wissenschaftliche Einteilung

T

Testa:
Samenschale, oder äußerer Abschluss des Samens

V

Vegetationspunkt:
Wachstumspunkt, der Bereich in dem sich die Zellen teilen im Volksjargon auch „Herz“ genannt
vegetative Vermehrung:
Vermehrung durch Stecklinge, Teilung, Ableger, Pfropfen etc.

W

X

Y

Z

Züchter
Züchter ist,
  • die Person, die eine Sorte hervorgebracht oder sie entdeckt und entwickelt hat.
  • die Person, die der Arbeitgeber oder Auftraggeber der vorgenannten Person ist, falls die Rechtsvorschriften der betreffenden Vertragspartei entsprechendes vorsehen, oder
  • der Rechtsnachfolger der erst- oder zweitgenannten Person
Definition des Begriffs "Züchter" aus der UPOV-Konvention 1991
Grundsätzlich kann also jeder Züchter sein, der eine Pflanze bearbeitet, also kreuzt oder Klone selektiert. Das zur Blüte bringen von Samen reicht aber nicht aus. Selbst wenn das zum Blühen bringen schwierig sein sollte, was ich mir bei Kakteen vorstellen kann, ist das eher ein Anbauproblem. Anders würde das nur sein, wenn das zur Blüte bringen der erste Schritt zu einer anschließend beabsichtigten Kreuzung sein soll. Dann könnte man denjenigen, der die Pflanze zur Blüte bringt wohl als (zukünftigen) Züchter ansehen.
Dr. Christoph Stephan
Referent der Abteilungen
Gemüse, Zierpflanzen und Zuckerrüben
BDP - Bundesverband Deutscher Pflanzenzüchter e.V.

Navigation

Allgemeines

Literaturnachweis

Literaturverzeichnis

Meine Werkzeuge
Namensräume
Varianten
Aktionen
Navigation
Werkzeuge