Geschichten

Aus Kaktus und Kuebel

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Mit jedem Wort, mit jedem Satz, den ein Schreiberling seine Geschichten aufschreibt, gibt er einen kleinen, winzigen Teil von sich selbst preis. Dies ist auch der Fall, wenn er von anderen Leuten schreibt oder auch Elemente aus seiner Phantasie mit einbaut. Erbarmungslos entblättert er sich, setzt Zeichen und dem halbwegs intelligenten Leser wird es nach dem Studium einiger Werke nicht mehr schwer fallen, den wahren Charakter des Autors zu entdecken oder zumindest zu erahnen.

Halten sie den Vergleich bitte nicht für vermessen, ist gibt sogar Werke über berühmte Schriftsteller wie Goethe und Co., wo Analysen zur Persönlichkeit auf Basis seiner Werke erstellt wurden. Ich bin mir Frecherweise sogar sehr sicher, dass eben Goethe und Co sich sehr darüber amüsiert hätten.

Schreibt der Schreiberling nur für sich selbst, bleibt das wahre Geheimnis des Autors immer und ewig verborgen, auf dem heimischen PC oder wenn ausgedruckt im geheimen Fach im heimlichen Schrank. Vielen Menschen in unserer Gesellschaft hilft schon das alleinige Aufschreiben von eigenen Erlebnissen oder Produkten der eigenen Phantasie, um für sich persönlich weiter zu kommen, manche jedoch möchten der Außenwelt schon etwas mitteilen oder an der Außenwelt etwas mit seinen Möglichkeiten verändern oder eher bescheidener noch, zum Nachdenken anregen.

Ich selbst habe lange Zeit überlegt, ob ich diesen Schritt gehen soll, hatte harte, aber sehr schöne und weiterführende Diskussionen mit meinen Töchtern darüber. Wie schon an anderer Stelle erwähnt, habe ich beim Renovieren auch alte Geschichten und Gedichte von mir wiederentdeckt und hier eingestellt. Auch wenn es seltsam klingt, nach rund zwanzig Jahren war ich von meinen eigenen Werken völlig begeistert, Werke, die langsam verblassten, vergilbten und schon in Vergessenheit geraten waren.

Die Gefahr sich selbst zu "verraten", seinen Gegnern offene Türen anzubieten, also Angriffsflächen, ist natürlich ebenfalls sehr groß. Ich bin nicht blind um zu wissen, dass es durchaus Menschen gibt, die hier die Seiten, die Homepage oder sogar persönlich mich nicht ausstehen können und daher immer ein offenes Auge dafür haben werden, wie kann ich bei passender Gelegenheit, dem Lochner eins auswischen. Dies gilt für den privaten Bereich und sicherlich auch für den beruflichen Bereich, denn die Seite ist so was von öffentlich.

Sie merken, die Geschichten stehen bis jetzt noch, jetzt wo sie diese Zeilen lesen. Warum eigentlich?

Eine These wird durchaus sein, der Lochner spinnt und hat eine ausgeprägte Profilneurose, eine weitere wird sein, der Lochner will Bestsellerautor werden. Was soll ich darauf antworten?

Es wäre wunderschön, wenn ich Bestsellerautor werden würde, denn dann hätte ich genügend finanzielle Mittel, um meiner Familie und mir ein sorgenfreies Leben zu gönnen, ein Häuschen in meinem Lieblingsland Italien, natürlich mit Meeresblick und riesigem Sukkulentengarten, wo ich nicht mehr zweimal im Jahr Tausende von Pflanzen schleppen müsste. Ich gebe es zu, alles andere wäre gelogen.

Dies wird jedoch leider nicht eintreffen (obwohl man immer eine minimale Resthoffnung in sich trägt), aus diesem Grunde gilt auch für hier, es würde mich sehr glücklich machen, Sie angenehm unterhalten zu können, es würde mich noch glücklicher machen, einen –wenn auch winzigkleinen- Beitrag geleistet zu haben, um manche Probleme dieser Welt aufzudecken und bewusst zu machen, -vermessen schiele ich auch nach dem Endziel- vielleicht auch ein kleines winziges Problem aus der Welt geschaffen zu haben.

Für dieses Ziel bin ich gern bereit sogar meinen eventuellen Gegnern die Türe etwas zu öffnen, vielleicht lernen diese "Gegner" diesen schrägen Lochner dann auch ein wenig kennen und verstehen. Auch sollte ich mal klarstellen, dass ich gar nicht wüsste wer mein Gegner sein sollte, denn wer bin ich eigentlich, unwichtig für das Ganze, ein winziges Staubkorn im Universum.

So bleibt mir nur noch Ihnen gute Unterhaltung zu wünschen und die "Sponsoren und Verleger" den Weg zur Kontaktaufnahme anzubieten. Lochner braucht in der Regel nur zwei Wochen Ruhe, dann kann er frische Ideen entwickeln und schreiben. Ich koche Ihnen dann auch in Italien etwas leckeres und serviere Ihnen einen guten Rotwein auf meiner neuen Terrasse mit Meeresblick.

Viel Freude und Anregung Ihr Andreas Lochner


Eigene Geschichten

1. Hans-Peter
2. Die Spinne im Netz
3. Der Penner
4. Das Jahr der Krisen
5. Bemerkungen zur Fotografie
6. Ausflug
7. Der Kakteenfreund

  a) Vorwort
  b) Prolog
  c) Der Spaziergang

8. Nass
9. Schokolade
11.Rot
12.Fortsetzung
13.Wald der Tiere
14.Perlgrasfalter

  Kapitel 1
  Kapitel 2.1
  Kapitel 2.2
  Kapitel 3
  Kapitel 4
  Kapitel 5
  Kapitel 6
  Kapitel 7
  Kapitel 8
  Kapitel 9
  Kapitel 10

15. Der demokratische Zaun
16. Bin mal schnell im Garten

Gedichte

1. Danke
2. Marionetten
3. Der Schmetterling
4. Schatten im Wald
5. Ein Tag des Jahres unendlich
6. Fliege am Fenster

Geschichten und Gedichte anderer Autoren

1. Werner Baldauf

Mein Kakteentagebuch

2. Dieter Adam

De Woihnachtskaktus

3. Florian Eckert

Gedicht eines Weltflüchtlings
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