Gedicht eines Weltflüchtlings
Aus Kaktus und Kuebel
Gedicht eines Weltflüchtlings
In den Schoß der Nacht hinein,
Wo mancher Schwermut Zuflucht ist,
Dort wo die Schatten spieln ihr Spiel,
Und Nebel sanft die Erde küsst.
Ein weiser Schleier wunderbar,
Liebkost das Haupt der Tannen,
Der silbre Mond am Firmament,
Nimmt auch mein Herz gefangen.
Der finstre Wald unendlich schön,
Umzäunt von sanften Bergeshöhn,
Das schwarze Bächlein fließt durchs Tal,
Was ich durchstriff viel tausendmal.
O Nacht verwandle diesen Ort,
Entführe meine Seele fort,
Ins helle funkelnd Sternenlicht,
Bis eins der neue Tag einbricht.